Save Food, Fight Waste!

Save Food, Fight Waste!

Vom Feld bis zum Teller geht ein Drittel aller Lebensmittel verloren. So fallen durch den Lebensmittelkonsum in der Schweiz über alle Stufen der Lebensmittelkette 2.8 Millionen Tonnen Food Waste pro Jahr an. All diese Lebensmittelabfälle wären vermeidbar.

Die Lebensmittelherstellung benötigt knappe, kostbare und umweltbelastende Ressourcen. Die ökologischen Folgen aufgrund der Ressourcenverschwendung beim Food Waste sind somit gross und vielseitig:

  • Verschwendung von Land / Boden: einerseits für den Anbau von Lebensmitteln selber, aber auch für das Tierfutter und die Tierhaltung.
  • Biodiversitätsverlust: mehr Land als nötig wird für die landwirtschaftliche Produktion verwendet und steht somit Pflanzen und Tieren nicht mehr als Lebensraum zur Verfügung
  • Verschwendung von Wasser: für Anbau, Aufzucht, Reinigung und Zubereitung von Lebensmitteln
  • Verschwendung von Energie: für Produktion, Ernte, Aufbereitung, Zubereitung, Lagerung und sämtliche Transporte
  • Unnötige Emissionen: wie CO2, Abgase, Feinstaub etc. Denn die durch Food Waste verursachten Treibhausgasemissionen tragen auch zum Klimawandel bei.
  • Nicht zuletzt führt auch die Entsorgung von Lebensmitteln zu weiteren Umweltbelastungen.

Die Verschwendung von Lebensmitteln fallen bei allen Stufen der Lebensmittelherstellung an:

In der Landwirtschaft (13% der Umweltbelastung) werden u.a. unförmige Früchte und Gemüse aussortiert und ein Teil der Ernte bleibt liegen.

In der Verarbeitung (27% der Umweltbelastung) sind die Gründe u.a. die Überproduktion, Qualitätsmängel bei Rohstoffen und Endprodukten oder eine zu geringe Nachfrage nach Nebenprodukten wie z.B. Molke.

Beim Gross- und Detailhandel (8% der Umweltbelastung) führen u.a. Schäden und Verluste bei Lagerung und Transport sowie, dass Produkte ablaufen oder nicht mehr schön aussehen zur Lebensmittelverschwendung.

In der Gastronomie (14% der Umweltbelastung) sind die Gründe u.a. zu grosse Portionen oder zu viel gekocht.

Im Haushalt entsteht von allen Schritten mit 38% die grösste Umweltbelastung. So gehen am Ende der Lebensmittelkette rund 90 kg pro Person und Jahr essbare Lebensmittel verloren. So landen Reste im Abfall, Nahrungsmittel werden nicht rechtzeitig gegessen, es wird zu viel eingekauft und Lebensmittel werden falsch gelagert.

Genau hier setzt die mehrjährige Kampagne SAVE FOOD, FIGHT WASTE an und zeigt auf, wie einfach und lustvoll Food Waste im Haushalt reduziert werden kann. Die Kampagne wurde von der Stiftung PUSH zusammen mit 70 Partner – darunter auch der Kanton Basel-Landschaft – lanciert. Auf der Kampagnenwebsite www.savefood.ch sind viele spannende Informationen, Tipps gegen Food Waste, Tipps für die korrekte Lagerung von Lebensmitteln und feine Rezepte zum Aufbrauchen der Lebensmittel zu finden.
Ein paar der einfachen Tipps zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung im Haushalt sind folgende:

  • Den Einkauf planen: vor dem Einkaufen prüfen, was zu Hause noch vorrätig ist und einen Einkaufzettel schreiben.
  • Die Lebensmittel richtig lagern: frisch eingekaufte Lebensmittel kommen in den hinteren Teil der Schränke und vom Kühlschrank, die älteren Produkte nach vorne. So hat man einen besseren Überblick. Ein korrektes Einordnen der Lebensmittel im Kühlschrank und im Tiefkühler verlängert die Haltbarkeit der Lebensmittel.
  • Die Haltbarkeitsdaten kennen: Es gibt eine Unterscheidung zwischen Verbrauchsdatum und Mindesthaltbarkeitsdatum. Das Verbrauchsdatum gibt bei leicht verderblichen Produkten an, bis wann sie aus gesundheitlichen Gründen konsumiert werden müssen. Eine Konsumation nach Ablauf des Verbrauchsdatums ist zu unterlassen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nur ein Qualitätsversprechen des Herstellers. Nach Ablauf sind die meisten Lebensmittel noch lange geniessbar.
  • Reste einpacken: In Restaurants können die Gäste ihre Reste meistens eingepackt mitnehmen.
  • Essen kreativ verwerten: Neue Rezepte ausprobieren um übrig gebliebene Lebensmittel aufzubrauchen oder Lebensmittel beispielsweise einfrieren, dörren oder einkochen.

Es braucht also wenig um Food Waste zu vermeiden. Mit den einfachen Tipps wird Gutes für die Umwelt, aber auch für das Haushaltsbudget getan.

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