Birspark Landschaft

Birspark Landschaft

Die sechs Gemeinden Aesch, Arlesheim, Dornach, Münchenstein, Muttenz und Reinach haben im März 2016 den Aktionsplan Birspark Landschaft verabschiedet. Damit einigen sie sich auf eine gemeinsame Weiterentwicklung des Natur- und Erholungsraums entlang der Birs. Dieser Aktionsplan verbindet den Schutz und die Nutzung des Flussraumes und der Umgebung zwischen Angenstein und der Birsmündung. Wichtige Elemente des Aktionsplans sind die Leuchtturmprojekte. Dabei handelt es sich um grössere Projekte, die die Bereiche Erholung und Natur verknüpfen. Im Jahr 2019 kamen die Gemeinden Birsfelden, Duggingen und Grellingen hinzu, so dass nun neun Gemeinden in der Arbeitsgruppe Birspark Landschaft vertreten sind.

Im Aktionsplan sind neben Massnahmen zur Stärkung der Natur- und Erholungsräume auch Leuchtturmprojekte enthalten. Diese und andere Vorhaben nehmen die beteiligten Gemeinden nun in Angriff und entwickeln und schützen so die Grün- und Freiräume entlang der Birs. Der Aktionsplan wurde in einem partizipativen Prozess unter Federführung der Gemeinde Muttenz von der Arbeitsgruppe Birspark Landschaft (AG BiLa), dem Planungsbüro oekoskop und den betroffenen Anspruchsgruppen erarbeitet und wurde im Juni 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit dem Aktionsplan leisten die beteiligten Gemeinden Pionierarbeit: Sie erhalten und fördern in überkommunaler Zusammenarbeit einen attraktiven Flussraum. Dies ist aufgrund der anstehenden Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzunahme in den Birsstadt-Gemeinden zentral. Denn qualitativ hochwertige Natur- und Naherholungsräume bilden einen wichtigen Faktor für den attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort Birsstadt.

Die Birsstadt-Gemeinden sind der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020 als Partner verbunden und sind mit ihrem Vorhaben Birspark Landschaft definitiv als IBA-Projekt nominiert. Im September 2016 wurden die nominierten IBA-Projekte einer breiten Öffentlichkeit erstmals vorgestellt. 2020 werden die Projekte an der IBA präsentiert. IBA 2020 – Projekt Birspark Landschaft

Die sieben Leuchtturmprojekte
Die Leuchtturmprojekte sollen wesentlich zur Weiterentwicklung des Birsraums beitragen. Folgende Projekte sollen über die nächsten Jahre umgesetzt werden:


Muttenz: Birsaufwertung und Erholungsgebiet «Schänzli» schaffen
Momentan haben die bestehenden Wohnzonen keinen direkten Birs-Zugang. Anstelle der Reitanlage soll hier an beiden Birsufern ein Freizeit- und Erholungsraum für die Bevölkerung entstehen.
Weitere Informationen: www.hagnau-schaenzli.ch


Münchenstein: Birsufer aufwerten
Im Bereich Mühlematt bestehen auf Münchensteiner und Muttenzer Boden wertvolle Naturgebiete, durch die oft und gern genutzte Spazierwege führen. Das ausgearbeitete Konzept sieht einen Variantenfächer an verschiedenen Teilprojekten vor. Im Frühjahr 2020 wurden in einem ersten Schritt drei neue Weiher angelegt, die der ökologischen Vernetzung dienen.


Münchenstein/Muttenz: Ökologische Aufwertung Grube «Blinden»
Dieses Projekt im ehemaligen Steinbruch ist bereits realisiert. Es vereint die Biotoptypen trocken und nass und die Natur steht im Zentrum.
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Reinach: Neuer Natur- und Erlebnisweiher
Am ehemaligen Standort der ARA Birs (In der Heid, Reinach) ist nach fünfmonatiger Bauzeit eine Weiherlandschaft entstanden. Mit dem Natur- und Erlebnisweiher wurde in Reinach ein Ort zum Entdecken, Beobachten und Verweilen geschaffen. Gross und Klein können hier die Natur aus nächster Nähe beobachten.
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Arlesheim: Pocket Parks als Aufwertungen des Industriegebiets
Im Bereich Schoren, Stoecklin-Areal ist eine Transformation mit neuer Erschliessung geplant. Arlesheim will die Gelegenheit nutzen, um hier eine Reihe von kleinen Parks zu realisieren.
Konzeptstudie Freiraum: Gewerbegebiet Schoren/Unteri Wide


Dornach: Aue Birsbogen aufwerten
Im Areal des ehemaligen Metallwerkes/Widen ist eine Umnutzung inkl. Quartierplanung vorgesehen. In diesem Rahmen soll der eigentliche Gewässerraum der Birs grosszügig aufgewertet werden.


Aesch: Versickerungsanlage „Kuhweide“ ökologisch aufwerten
Im Rahmen des Leuchtturmprojektes Aesch wurde in einem ersten Schritt die Bepflanzung auf dem Areal der Trinkwasseranreicherungsanlage Kuhweid sowie der angrenzende Waldrand ökologisch aufgewertet.

Die Vielfalt der Gehölzarten auf dem Gelände war bisher gering. Es dominierte eine einzige Strauchart, der Rote Hartriegel. Die Gebüsche wirkten eintönig und hatten für Insekten und Brutvögel, aber auch für das Auge wenig zu bieten. Um ein Aufwachsen anderer Straucharten zu ermöglichen, musste der Hartriegel ausgerissen werden. Dies erforderte einen starken Eingriff. Danach wurden ein Dutzend verschiedene, einheimische Straucharten neu gepflanzt. Nebst dem Hartriegel bereits vorhandene Straucharten wurden beim Eingriff geschont und freigestellt. Der Aufwuchs der noch jungen Gehölze wird langfristig durch Pflegemassnahmen begleitet.


Gemeinsame Projekte

Massnahmen Erholung

Strategisch-politische Massnahmen

  • ME 1 Erholungszone Birsufer schaffen (Aesch)
  • ME 2 Aufwertung Bahnhofsumfeld Aesch
  • ME 3 Parkanlage Bruggrain (Dornach)
  • ME 4 An strategischen Punkten Lärmschutz A 18 anstreben
  • ME 5 Überdeckung A 18 anstreben (Aesch, allenfalls Muttenz)
  • ME 6 bis 8 Langsamverkehr
  • ME 9 Urban Gardening anstreben

Operative Massnahmen

  • ME 11 Pocket Parks für Gewerbegebiete
  • ME 12 Minimale Infrastrukturen für Jugendliche
  • ME 13 Neue Picknickplätze schaffen, alte verlagern
  • ME 14 Besondere Naturerlebnisräume und Sitzgelegenheiten

Massnahmen Natur und Landschaft

Strategisch-politische Massnahmen

  • MN 1 Vorgaben Bauprojekte Gewerbezonen und Transformationsgebiete
  • MN 2 Ausscheiden Uferschutzzonen
  • MN 3 Grundwasserschuttzonen rechtskräftig ausscheiden
  • MN 4 Sicherung naturnaher Elemente
  • MN 5 Bestehendes Potenzial für Birsaufwertungen sichern
  • MN 6 Weitere Birsrevitalisierungen anstossen
  • MN 7 Naturschutzranger: Angebot ausbauen
  • MN 8 Nachhaltige Vermittlung der Naturwerte verankern
  • MN 9 Förderoffensive Teiche
  • MN 10 Invasive Neophyten: gemeinsame Bekämpfung
  • MN 11 Landschaftskammer Asp (Dornach) naturnah halten und aufwerten
  • MN 12 Aufwertung Wiesen, Weiden, Trockenstandorte im weiteren Umfeld
  • MN 13 ÖW-Zonen naturnah gestalten
  • MN 14 Wanderkorridore Ost-West schaffen
  • MN 15 Siedlungsränder mit naturnahen Strukturen markieren
  • MN 16 Bereiche des Uferwegs aufheben?
  • MN 17 Lichtarmen Birskorridor schaffen
  • MN 18 Lebensraumkomplex Au-Heiligholz (Münchenstein) schaffen
  • MN 19 Feuchtgebiet bei Bahnhof Aesch schaffen

Operative Massnahmen

  • MN 22 Abhänge Niederterrassen auflichten
  • MN 24 und 25 Bahn- und Tramtrassee im Sinne der Natur optimieren
  • MN 27 Die Anlage von trockenwarmen Säumen fördern
  • MN 29 Partielle Ausdolung Bäche prüfen
  • MN 30 Individuelle Massnahmen prioritäre Arten

Massnahmen Kooperation und Koordination

Strategisch-politische Massnahmen

  • MK 1 Überkommunale Kooperation langfristig sichern
  • MK 2 Kooperation mit lokalen PartnerInnen

Operative Massnahmen

  • MK 3 Kommunikation stärkt die Corporate Identity

Der Verein Birsstadt ist Mitglied beim Verein regionatur.ch

Dokumentationskonzept Birspark Landschaft

Im April 2020 wurde das Dokumentationskonzept Birspark Landschaft veröffentlicht.

Flyer Birspark Landschaft

Der Flyer Natur – Raum – Erholung kann hier bestellt werden.


Kontakt: Marc Etterlin, Gemeindeverwaltung Dornach